Eine Kalorie ist keine Kalorie: Warum Kalorienzählen dumm ist!


Es kann echt nervig sein, beim gemeinsamen Abendessen mit Familie und/oder Freunden nur eine einzige Sache im Kopf zu haben. Nämlich einzuschätzen, wie viel Kalorie man wohl gerade auf seinem Teller hat.


Oder noch schlimmer......


Wie viel Kalorie mal wohl am heutigen Abend getrunken hat und was man morgen oder sogar die restliche Woche tun muss um den möglichen Kalorien-Überschuss wieder loszuwerden.


Damit ist aber ab heute Schluss!


Denn wir erklären dir heute, warum Kalorienzählen dumm ist....

Grund #1 - Nährwertangaben sind nur Schätzungen

Ob du es glaubst oder nicht, sie werden einfach nur geschätzt und sind bis zu 30% +/- ungenau. Somit macht es auch absolut keinen Sinn die Nährwert-Tabellen für die Berechnung deines Energiekonsums heranzuziehen.


Außerdem spielt zu viele Faktoren wie Herstellen, Herkunft, Reife, Lagerung, Größe, Gewicht, Art und noch viele anderen Faktoren eine Rolle, die in die Berechnung nicht kalkuliert werden können eine Rolle.

Also bitte verschwende damit nicht deine Zeit!



Grund #2 - Thermic Effekt of Food (TEF)

Das Essen von Nahrung verbraucht Energie. Klar, denn wir müssen es ja auch kauen, schlucken, verdauen und in verwertbare Energie für unseren Organismus umwandeln. Bei diesen Prozessen geht natürlich Energie verloren.


Bei einer durchschnittlich westlichen Ernährung rechnet man mit einem zusätzlichen Energieverbrauch von 10% der zugeführten Nahrung. Das sind immerhin 250 kcal bei einem Tagesverbrauch von 2500 kcal.


Das ist natürlich nur ein Durchschnitt!


Hier die unterschiedlichen TEF der Makronährstoffe:

  • Fett: 0-5%

  • Kohlenhydrate: 5-15%

  • Protein: 20-30%

  • Alkohol: 10-30%

Wenn wir nun 1.000 kcal in Form von Proteinen zu uns nehmen so würden wir am Ende nur rund 700 kcal davon auch tatsächlich aufnehmen. 1.000 kcal in Form von Kohlenhydrate für jedoch schon zu einer Aufnahme von rund 900 kcal und spielen wir das Ganze mit dem Fett so würden wir rund 950 kcal von 1.000 kcal aufnehmen.


Heißt das jetzt, wir sollten auf keinen Fall Fette essen?

Diese von Sorgen geplagte Frage - weil du wohl eine Person bist, die den Geschmacksträger Fett sooooooooooooo sehr liebt - können wir dir mit einem sicheren NEIN beantworten.


Denn Fett gilt als "neutral"!


Sie haben eine besondere Eigenschaft im Vergleich zu allen anderen Makronährstoffen. Denn sie sind nicht oder nur minimal Insulin ausschüttend.

Mehr dazu findest du in unserem Artikel: Die eine Sache, die du währen einer Diät niemals machen solltest!

Und das bringt uns dann auch schon zu unserem nächsten Grund!


Grund # 3 - Hormone

Sie regulieren so ziemlich alles in unserem Körper.

Ob wir Hunger haben oder satt sind, ob wir wach oder müde sind, ob wir dick oder dünn werden und ob wir ein Spageltarzan oder ein Hulk sind.


Ja, ob du es glaubst oder nicht, wer seine Hormone zu steuern weiß, der weiß sich zu helfen! Insulin - Das Trumpfhormon

Wer sein Körperfett reduzieren möchte, der muss auch das Insulin in Griff behalten!

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und hat langfristig die Aufgabe, Nährstoffe zu speichern. Kurzfristig jedoch sorgt es dafür, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Es dockt dafür an den Rezeptoren der Muskelzelle an und ermöglicht somit der Glukose aus dem Blut in die Muskelzelle zu gelangen. Dort wird sie dann verstoffwechselt!



Evolutionsgeschichtlich war Einfachzucker – der einen schnellen Anstieg des Blutzuckers herbeiruft – eine Rarität. Dadurch waren die Blutzuckerwerte auch immer sehr niedrig, sowohl langfristig als auch kurzfristig. Das bedeutete aber auch, dass die Glukosespeicher niemals vollgefüllt waren und somit die Rezeptoren sehr empfindlich auf Insulin reagierten. Es war ständig noch Platz in der Zelle für weitere Glukose!

War es mal von Nöten die Glukose zu Energiegewinnung heranzuziehen, so wurde diese auch rasch wieder aufgebraucht. Ein Speichern von Glykogen kam sprichwörtlich nicht vor. Doch diesem Speichervorgang stehen wir heute im Angesicht!

Einfachzucker steht uns heute in Hülle und Fülle zu Verfügung und somit wird er auch kontinuierlich verspeist. Dadurch füllen sich unsere Glykogenspeicher, es reichert sich das Blut mit Glukose an und Insulin wird freigesetzt; folglich wird immer mehr Glukose in die Zelle transportiert. Wenn das Lager aber voll ist, passt auch nichts mehr hinein. Es kommt zu einem Überschuss, welcher in Fettzellen umgewandelt wird. Der alte Trick der Energiespeicherung kommt zum Tragen.

Die Moral der Geschichte, ist, dass man seine Insulin-Werte im Griff haben muss, wenn man Abnehmen und Körperfett reduzieren möchte!


Leptin - Das Sättigungshormon

Oder auch gerne Sättigungshormon (dünn) genannt, beeinflusst unseren Appetit enorm. Es sorgt für unser "natürliches" Sättigungsgefühl. Mit einem höheren Körperfettanteil (KFA) sollte proportional auch die Produktion von Leptin steigen um den KFA zu stabilisieren.


STICHWORT Wohlfühlgewicht!


Das sollte somit auch bedeuten, dass übergewichtig Personen weniger Appetit haben sollten und folglich weniger essen. Die Realität entspricht jedoch dem Gegenteil.


Wie das?


Und es ist alles wieder auf das Hormon Insulin zurückzuführen!

Essen wir viele Lebensmittel mit einem hohen Glycemischen-Index (GI), kommt es zu einem Hohen und raschen Anstieg des Hormons. Denn wir erinnern uns, es soll den Blutzuckerspiegel stabilisieren. (=Fettspeicherung).


Was in erster Linie noch nicht das große Problem ist. Denn 1-mal ist kein mal.....


Doch der regulierende Effekt von Insulin führ dazu, dass der Blutzucker unter den "Normwert" fällt. Lethargie, Müdigkeit, Konzentrationsverlust und ein übermäßiges Hungergefühl sind die Folge, obwohl noch genügen Energie in Form von Kohlenhydraten und Fetten vorhanden wäre.


Die Negativspirale ist geboren!


Wiederholt man diesen Vorgang nur oft genug so kommt es zu einer sogenannten Leptinresistenz. Das Sättigungssignal welches vom Leptin aus kommt im Gehirn nicht mehr an.


Ghrelin - Hungerhormon

Es ist ein Hormon, das den Appetit anregt. Dementsprechend ist es der Gegenspieler zum Leptin. Normalerweise sollte mit der Zufuhr von Nahrung der Ghrelin-Spiegel wieder sinken. Dies ist aber bei Übergewichtigen, wie es rund 50% der mitteleuropäischen Bevölkerung sind, nicht der Fall. Und somit stellt sich auch kein Sättigungsgefühl ein.


Wir essen und essen und essen!


Zieht man nun das gängige Model zum Abnehmen der Kalorien-Restriktion heran, so haben Studien gezeigt, dass das Hormon Ghrelin noch dominanter wird.


Es häng alles mit dem Fakt zusammen, dass durch das Mindern der kalorischen Einnahme bei gleicher Frequenz der Mahlzeiten es zu einer klaren Verringerung der Resting Metabolic Rate (RMR = Grundumsatz) kommt.


Diese wird primär durch den Verlust von massiv wertvoller Muskelmasse veranlasst. Und wie wir wissen bestimmt die Muskelmasse zu rund 75% wie hoch unsere RMR ist.


Dein Körper versucht dem Abbau von Muskelmasse mit eine Schub des Hungerhormons entgegenzuwirken!


Kommt dir das bekannt vor?


Cortisol - Stresshormon

Bitte verseht und nicht falsch.

Wir möchte das Hormon Cortisol hier auf keinen Fall schlecht reden. Denn es war in grauen Vorzeiten - als wir noch mehr Haare auf der Haut hatten - überlebensnotwendig für uns.


Es aktivierte nämlich den Flucht- und Kampfmodus in uns, wenn es um Leben oder Tod ging!


Das Problem heutzutage ist jedoch der chronische Dauerstress den wir auf Grund der westlichen Lebensweise - und natürlich jenen Stress denn wir uns damit selbst machen - ausgesetzt sind.


Unser Cortisolspiegel ist dauerhaft hoch und fällt kaum über den Tag ab. Ein hoher Spiegel an Cortisol schütten wiederum unser bekanntes Trumpfhormon (Insulin) aus. Wir betreten den Zustand der Fettspeicherung.


Das schlimme daran, Essen muss nicht mal in der Nähe unserer Nahrungsschublade sein!



Grund # 4 - Non-Exercise Activity Thermogenesis (NEAT)

Der NEAT hat eine biologische- und eine umweltbezogene Abhängigkeit. Was möchten wir damit sagen? Menschen reagieren mit ihrem NEAT auf einen Kalorienüberschüss oder ein Kaloriendefizit auf ganz individuelle Weise.


So haben Studien gezeigt, dass manche Menschen auf einen Kalorinüberschuss von 1.000 kcal mit einem NEAT von 700 kcal reagieren. Es werden faktisch nur 300 kcal der 1.000 kcal wirklich verwertet.


Auch macht ein sehr träger Lebensstil (Sitzen, Büro) im Vergleich zu einem sehr aktiven Lebensstil (Spazieren, Putzen, Gartenarbeit) schnell mal um die 600 bis 1.000 kcal pro Tag aus!


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