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Der Unterschied zwischen intermittierendem Fasten und kontinuierlicher Kalorienreduktion



Fasten uns seine herausragenden Wirkungen auf die Wiederherstellung der Insulinsensitivität, der Entgiftung, dem rückgängig machen von Typ-2 Diabetes, der Fettverbrennung und dem damit verbundenen Gewichtsverlust sind nun seit 100ten von Jahren bekannt.


Dr. Elliott Joslin einer der bekanntesten Diabetes-Spezialisten seiner Ära und aller Zeiten, schrieb bereits im Jahr 1916 darüber. Er war von der Wirksamkeit des Fastens so überzeugt, dass er weitere Studien für unnötig hielt!


Doch was macht den jetzt genau den großartigen Unterschied zwischen einem normalen Kaloriendefizit und Intervall-Fasten aus?


Ihr wisst mittlerweile schon - sofern ihr regelmäßige Leser unserer Beiträge seit - das bariatrische Eingriffe übergewichtigen Menschen enorm gut dabei helfen schnell Gewicht zu reduzieren.


Doch habt ihr auch gewusst, dass Fasten beinahe zu eine, doppelt so hohen Gewichtsverlust führt wie bariatrische Eingriffe?


Alleine das zeigt schon welche Macht Fasten hat!


ABER kann man nicht einfach über den Tag verteilt weniger essen um den gleichen Effekt zu erzielen?


Die kurze Antwort darauf ist NEIN.


Denn eine kontinuierliche geringfügige Einschränkung der Kalorienzufuhr ist einfach nicht dasselbe wie intermittierende massive Restriktion.


Warum?


Das erfährst du jetzt!


Der Durchschnitt erzählt nicht die ganze Geschichte

Ich werde versuchen euch eine kleine Analogie dazu zu geben oder vielleicht auch mehrere. Denkst du wenn du 100x von einer Höhe springst die 30 cm beträgt, dass das dasselbe ist, wie wenn du 1x von 30 m springst?


Oder das 7x pro Woche leichter Niederschlag sich genauso anfühlt wie 1x massives Unwetter?


Die Antwort darauf ist NEIN und genau dasselbe ist es mit intermittierendem Fasten.


Eine Reduktion der Energiezufuhr von 300 kcal über 7 Tage ist nicht dasselbe wie die Reduktion von 2.100 kcal an einem einzigen Tag. Denn beide Szenarien lösen im Körper völlig unterschiedliche hormonelle Reaktionen aus, obwohl die Energieersparnis ident ist!


Wer unter euch hat die Strategie der Portionskontrolle und der kontinuierlichen Kalorienreduktion nicht schon einmal ausprobiert? Funktioniert sie? Nein, so gut wie nie. Um genau zu sein hilft sie in etwa soviel wie wenn man einen Grizzlybär dabei antrifft sich in Massenhaltung zu üben.


Einer von 210 fettleibigen Männern und eine von 124 fettleibigen Frauen schlagen auf diesen Ratschlag an. Das ist eine Ausfallquote von 99,5 %!


Doch warum ist das so?


Weil durch die kontinuierliche Kalorienreduktion der Hunger zunimmt und der Stoffwechsel gedrosselt wird.


Studien zeigen regelmäßig, dass möglicherweise der Gewichtsverlust und der Fettverlust bei ähnlichem Energiedefizit der Fall ist. Sie zeigen aber auch immer wieder, dass sich der Insulinspiegel durch Fasten deutlicher senkt und stabiler bleibt, was langfristig ein wichtiger Faktor ist um schlank zu bleiben und Normalgewicht zu erhalten.


Es wird auch immerwährend gezeigt, dass Fasten eine sichere und einfach Methode ist, die jeder in seinen Alltag ohne viel Aufwand integrieren kann und das damit doch mehr Körpergewicht und Körperfett reduziert werden kann, als mit Portionskontrolle.


Wichtig zu erwähnen ist, dass es auch so scheint als würde man mit intermittierendem Fasten mehr Organfett verbrennen als mit einer Kalorienreduktion. ABER der für uns persönlich ausschlaggebendste Faktor der für Intervall-Fasten spricht ist der 4x bessere erhalt von Muskelmasse.


Denn diese kann mit Fasten um bis zu 2,2 % steigen im Vergleich zu Portionskontrolle mit nur 0,5 %.


Soviel zum Mythos mit Fasten baut man Muskelmasse ab!

 
 

Überwinde den Mythos, dass du durch Fasten verhungerst

Die Biggest-Loser-Diät war im Jahr 2015 die beste Blitzdiät am Markt. Ja Blitzdiät, denn sie funktionierte, jedoch nur kurzfristig.


Die Teilnehmer nahmen in 6 Monaten sagenhafte 58 kg im Schnitt ab. Doch langfristig war sie ein Schuss in den Rücken. Hier ein Zitat von Suzanne Mendoza, Teilnehmerin der zweiten Staffel.


“Es wird niemals eine Wiedersehensshow mit den Staffelsiegern geben, weil wir alle wieder fett sind!”


Wie das?


Der Grundumsatz der Teilnehmer sank in diesen 6 Monaten im Schnitt um 789 Kalorien oder anders ausgedrückt sie verbrannten jeden Tag um 798 Kalorien weniger. Und das aller schlimmste daran, selbst nach 6 Jahren hat sich der Grundumsatz von diesen Strapazen nicht erholen können.


Aber das ist ehrlich gesagt nichts neues, das ist bekannt seit Dr. Ancel Keys berühmte Minnesota Starvation Experiments. Wo die Kalorienzufuhr um 30 % eingeschränkt wurde und sich der Grundumsatz um genau jenen Prozentsatz auch verringert hat!


Der heilige Gral des Abnehmens besteht darin den Grundumsatz aufrechtzuerhalten. Doch wie?


Was versetzt dich nicht in den Hungerstoffwechsel?

Tatsächliches Hungern oder eine kontrollierte Version davon, nämlich intermittierendes Fasten. Das Fasten löst zahlreiche hormonelle Anpassungen aus, die ein simple Kalorienreduktion nicht inne hat:


  • Insulin fällt steil ab und verhindert Resistenz;

  • Noradrenalin boostet den Stoffwechsel;

  • Wachstumshormone und Somatotropin steigen und erhalten Muskelmasse;

  • Ghrelin das Hunger-Hormon sinkt, wir haben weniger Hunger;

  • Leptin das Satt-Hormon steigt, wir sind schneller satt.


Sagenhafte 4 Tage Fasten führen sogar dazu das der Grundumsatz sich um 12 % erhöht und die Sauerstoffaufnahme eben so. Portionskontrolle im Gegenzug führt zu einem Abfall des Grundumsatzes von 76 kcal pro Tag.


Fasten verbrennt zuerst den in der Leber gespeicherten Zucker und erst dann wird auf das Körperfett zurückgegriffen. Da uns dieser Kanal viel Energie zu Verfügung stellt hat der Organismus keinen Anlass dazu den Grundumsatz zu senken, da er keinen Mangel erkennen kann.


Was bei Portionskontrolle oder Kalorienreduktion - wie auch immer man es nennen mag - sehr wohl der Fall ist, da immer noch Leberglykogen vorhanden ist. Aber nicht genug um alles abzudecken.


Das ist der Unterschied zwischen nachhaltigen Gewichtsverlust und lebenslanger Verzweiflung!


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