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Hast du das metabolische Syndrom? Finde es heraus!



Du bist dir nicht sicher, wie hoch dein Risiko gesundheitliche Schäden von deinem Übergewicht zu erleiden wirklich ist. Möchtest das jedoch herausfinden. Dann wird dir die metabolische Syndrom-Checkliste am Ende des Blogs sicher helfen.


Doch bevor du diese Checkliste durchgehen solltest, legen wir es dir sehr ans Herz erstmal zu verstehen, was das metabolische Syndrom überhaupt ist!


Das metabolische Syndrom verstehen

Das metabolische Syndrom wurde sozusagen im Jahr 1988 von Dr. Gerald Reaven entdeckt und war damals unter dem Name Syndrom X bekannt. Er nannte es so, weil es ein einziger Faktor - damals unbekannt - war, der dafür verantwortlich gewesen ist, dass es ausbricht.


Ein Bewusstsein für das metabolische Syndrom gibt es jedoch schon seit den 1950er. Denn man entdeckte den Zusammenhang zwischen hohen Triglyzeriden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Etwa ein Jahrzehnt später bestätigte Dr. Reaven dieses Phänomen.


Und in weiterer Folge konnte dann auch ein Zusammenhang zwischen hohen Triglyzeriden und hohen Blutdruck erkannt werden. Ungefähr 1988 wurde dann auch ein Zusammenhang zu einem Hyperinsulinämie hergestellt.


Das metabolische Syndrom wird durch eine Reihe von Risikofaktoren definiert, die alle einen Ursprung haben. Nämlich einen hohen Blutzuckerspiegel aufgrund von Insulinresistenz!


Hast du gewusst, dass jene Personen mit metabolischem Syndrom ein um 300 % erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienten haben. Aber als wäre das nicht schon genug, so erhöht es das Risiko für Schlaganfälle, Krebs, PCOS, Schlafapnoe und nicht alkoholische Fettleber.


Das Problem stellt aber nicht nur die Fettleibigkeit dar, denn rund 25 % jener Personen mit einem normalen BMI sind auch davon betroffen. Die abdominale Fettleibigkeit ist das wichtigere Problem!


Auch ein hoher LDL-Spiegel (schlechtes Cholesterin) steht nicht im Zusammenhang mit einem metabolischen Syndrom.


Von der Fettleber zum metabolischen Syndrom

Wie du ja mittlerweile vielleicht schon weißt, spielt die Leber eine zentrale Rolle, bei der Verarbeitung von Nahrungsenergie. Allen voran von Kohlenhydraten und Proteinen. Denn nachdem diese vom Magen-Darm-Trakt verarbeitet worden, werden sie über die Pfortader in die Leber geschickt und als Glykogen gespeichert.


Wie wir auch hier schon wissen, kann die Leber nur rund 150 g Glykogenspeicher, was zu viel ist, muss als Fett gespeichert werden. Oder auch besser bekannt als Triglyzeride!


Wichtig nochmal hervorzuheben ist, dass dieser Vorgang ohne Insulin nicht möglich ist.


Dieser Vorgang ist evolutionsgeschichtlich sehr wichtig, denn er hat uns in der Vergangenheit das Überleben bei ungeplanten Fasten- und Dürreperioden gesichert.


Die große Ausnahme - haben wir auch schon gehört - sind Nahrungsfette, denn diese umgehen die Leber und werden als Lipoproteinpartikel direkt ins Lymphsystem transportiert.


Fett die durch De-Novo-Lipogenesis gebildet werden, wie Triglyzeride, sind hochgradig gesättigt. Gesättigtes Fett im Blut steht in einem hohen Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Problemen.


Der “Vorteil” von Fett ist sein unbegrenzter Speicherplatz. Denn man kann es an jedem Winkel lagern. Da die Umwandlung von Fett in Energie jedoch deutlich umständlicher ist, nutzt der Körper es nicht so gerne als primäre Energiequelle.


Wird nun aber auch die Transferrate von Fetten in der Leber überstiegen, wird die Leber selbst sprichwörtlich immer fetter und die Fettleber wird geboren.


Wie vorab schon erwähnt, ist Glucose die bevorzugte Energiequelle, da sie viel leichter zu Verfügung steht. Also wird auch der Weg des geringsten Widerstandes genommen sofern dieser zu Verfügung steht.


Also solange genügend Glucose da ist, werden die Fettreserven links liegen gelassen!


Das ist natürlich nicht gut für die Leber, daher hat unser außergewöhnlicher Körper auch dafür einen Plan entwickelt.

 
 

Der endogene Weg des Lipidstoffwechsel


Die gebildeten Triglyzeride werden in spezielle Protein-Hüllen gepackt um Lipoproteine daraus zu machen (VLDL) und diese dann in den Blutkreislauf zu schicken. Und schon ist die Leber etwas entlastet. Doch wie gut ist dieser Plan wirklich?


Und wichtig nochmal. Zuviel Glucose und Fructose in der Nahrung macht diesen Prozess erst notwendig.

Doch der massive Transport triglyzeridreicher VLDL-Partikel ist der Hauptgrund für zu hohe Triglyzeridwerte.


Eine kohlenhydratreiche Kost erhöhte die VLDL-Sekretion und somit den Triglyzeridspiegel um 30 bis 40%. Das arge, diese kohlenhydratreduzierte Hypertriglyzeridämie kann schon nach 5 Tagen auftreten!


Also um nochmal auf den Punkt zu kommen, das metabolische Syndrom wird durch zu viel Insulin/Blutzucker und somit wiederum durch eine zu kohlenhydratreiche Ernährung verursacht.


Die metabolische Syndrom Checkliste:

  1. Taillenumfang über 100cm männlich, über 89cm Frauen;

  2. Niedriger HDL-Cholesterin: Männer unter 40 mg/dL oder Frauen unter 50 mg/dL oder Medikamenteneinnahme;

  3. Hohe Triglyzeridwerte: über 150mg/dL oder Medikamenteneinnahme;

  4. Hoher Blutdruck: über 130 mmHg systolisch oder über 85 mmHg diastolisch oder Medikamenteneinnahmen;

  5. Nüchternglukose über 100 mg/dL oder Medikamenteneinnahme.

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